How’s it going? / Wie geht’s denn so?

Wie geht’s denn so?/ How’s it going? by Schwankhalle

En lille feature om skandinavisk, elektronisk komposition og dens fremmeste udøvere. SNYKradio blev i starten af april transmitteret på  tyske frekvenser i samarbejde med institutionen Schwankhalle i Bremen. I den forbindelse har Tim Schomacker fra den lille online radiostation Schwankungen lavet et radioprogram , som går tættere på bl.a. Jacob Kirkegaard, Else Marie Pade og installationen “Hansons Head” af den danske lydkunstner Hans Sydow. Programmet er godtnok på tysk, men hvis du kan huske et par gloser og lidt kasus fra folkeskolen, kan du jo prøve kræfter med denne lille feature, som desuden er fyldt med en række lydeksempler fra danske og skandinaviske kunstnere.

HOW’ S IT GOING? 

A series about Scandinavian sound research, with intergenerational collaboration, a feature by Tim Schomacker

In 1969 the idiosyncratic poet and composer Sten Hanson produced the piece „How Are You?“ a piece commenting on the state of electronic music. This piece forms the basis of the upcoming sound installation „Hanson’s Head,“ by Christina Ann and Hans Sydow which will be in Schwankhalle beginning this April. Work preserving and remixing classic electro-acoustic and electronic music is booming in Scandinavia. Sydow and Sydow look back to Hanson’s work, while Danish sound artist Jacob Kirkegaard works with the music of long-forgotten composer Elsa Marie Pade.

Under the heading “Svaevninger,” they created not only a documentary film, but a common record. Despite all the musical differences the hypnotic piece from 1970, Pade called „Face it“, is consistent with Hanson’s manner and, moreover, centers spoken language in the same way as the piece „How Are You?“

With musical examples from the past, present and future as well as interviews with people involved in the sound art and electronic music scene, journalist Tim Schomacker explores musical history. How aesthetic-political gestures and impulses have changed and how one can bridge the different (analog / digital) media and biographical limits and what the situation of the role of sound in music is exactly one hundred years after the first presentation of Russolo’s noise contraptions.

Wie geht’s denn so?

Über skandinavische Soundforschung und Kollaborationen über Generationengrenzen – Ein Feature von Tim Schomacker

1969 schrieb der eigenwillige schwedische Komponist und Dichter Sten Hanson das Stück „How Are You?“. Zugleich ein – damaliger – Weltzustandsbeschreibungsversuch wie ein erneutes Zusammendenken von elektronischer Musik und akustischen Dimensionen von Sprache, bildet Hansons Stück den Ausgangspunkt der gegenwärtigen Soundinstallation „Hansons Head“ von Christina Ann und Hans Sydow, die im April in der Schwankhalle zu sehen ist. Das Wiederauffinden, Nachlesen und Remixen von elektroakustischer und elektronischer Musikpionierarbeit hat in Skandinavien Konjunktur.

Wie Sydow und Sydow ihren Blick zurückwenden zu Hansons Arbeiten (um damit ein Stück Gegenwart zu bergen), hat sich der dänische Soundkünstler Jacob Kirkegaard mit der lange vergessenen Komponistin elektronischer Musik Else Marie Pade beschäftigt. Unter dem Titel „Svævninger“ entstand nicht nur eine filmische Dokumentation, sondern auch eine gemeinsame Schallplatte. „Face It“ nannte Pade 1970 ein hypnotisches Stück, das (bei allen musikalischen Unterschieden) Hansons Grundgestus teilt – und ebenso wie „How Are You?“ gesprochene Sprache in den Mittelpunkt rückt.

Mit Hörbeispielen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie Interviews mit einigen Akteuren geht der Journalist Tim Schomacker in diesem Feature der Frage nach, wie musikalische Geschichte für die Gegenwart zum Auslöser wird, wie sich ästhetisch-politische Gesten und Impulse verändert haben, wie man musikalisch den unterschiedlichen Stand des Materials (analog/digital) sowie biographische Grenzen überbrückt und wie es exakt einhundert Jahre nach der Erstpräsentation von Russolos Geräusch-Apparaten um die Rolle des Geräuschs in der Musik bestellt ist.